Zwei Geschäftspartner schütteln sich die Hand, im Bildvordergrund liegen auf einem Tisch Bauhelme.

Öffentlich-Private Partnerschaften (ÖPP)

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Das Land Hessen folgt bei seinem staatlichen Handeln der Leitlinie, die finanziellen Ressourcen des Landes nachhaltig und effizient zu nutzen. Hessen geht daher bei der staatlichen Hochbaupolitik konsequent den Weg, nachhaltiges Handeln und wirtschaftliche Beschaffungsverfahren zu verbinden. Dabei stehen ökologische, soziale und wirtschaftliche Nachhaltigkeit auf derselben Ebene.

Ein Weg, diese Kriterien bei Beschaffungsentscheidungen zu verbinden, sind Öffentlich-Private Partnerschaften (ÖPP). In diesem Beschaffungsverfahren können finanzielle, ökologische und qualitative Wertungskriterien miteinander verbunden werden. Zudem werden in Infrastrukturprojekten die Kosten des gesamten Lebenszyklus von Immobilien in die Entscheidungen einbezogen und optimiert. Der Grundgedanke von Öffentlich-Privaten Partnerschaften im Baubereich ist die Verbindung von Planen, Bauen und Betreiben.

Öffentlich-Private Partnerschaften sind hier eine langfristig angelegte Zusammenarbeit zwischen öffentlicher Hand und privater Wirtschaft mit dem Ziel, öffentliche Infrastrukturprojekte effizient zu realisieren. Das Effizienzpotential liegt dabei im Wesentlichen im Lebenszyklusansatz, mit dem das Planen, Bauen, Betreiben und gegebenenfalls Verwerten in einem ganzheitlichen Ansatz optimiert wird sowie in der Verbesserung des Schnittstellenmanagements zwischen Planen, Bauen und Betreiben. Hinzu kommt die Möglichkeit, die gesamten Kosten eines Bauwerkes in einem wettbewerblichen Verfahren zu ermitteln.

Zu den Einsatzgebieten von ÖPP-Projekten zählen zum einen öffentliche Hochbaumaßnahmen wie zum Beispiel Verwaltungsgebäude, Bildungseinrichtungen, Krankenhäuser, Sportstätten und Messegelände als auch der Verkehrssektor (Straßen- und Schienennetz) oder die Wasserver- und entsorgung.

Das Land Hessen hat als Projekte

  • das gemeinsam mit der Stadt Wiesbaden durchgeführte Justiz- und Verwaltungszentrum Mainzer Straße,
  • das Finanzzentrum Altmarkt in Kassel,
  • die Ämter für Bodenmanagement in Limburg, Büdingen, Korbach,
  • das Behördenzentrum Heppenheim,
  • das Polizeipräsidium Südosthessen in Offenbach,
  • die Landesvertretung in Brüssel,
  • die Polizeistation in Butzbach,
  • sowie das bisher kleinste ÖPP-Projekt des Landes als Erwerbermodell die Polizeistation Melsungen

erfolgreich als ÖPP-Projekte durchgeführt.

Weitere Projekte wie die Landeslabore in Kassel sind in Vorbereitung, die sich ständig auch in der Modellgestaltung weiterentwickeln.