Beim Richtfest für den ersten Bauabschnitt der Landeslabore: Sandra Arendt (HOCHTIEF PPP Solutions, von links), Kassels Stadtkämmerer Matthias Nölke, Architekt Prof. Johannes Kister, LHL-Direktor Hartmut Römer, Petra Zellner (Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen), Regierungspräsident Mark Weinmeister, Finanzstaatssekretär Dr. Till Kaesbach und Sozialstaatssekretärin Manuela Strube.

Hessisches Ministerium der Finanzen

Richtfest für ersten Bauabschnitt der Landeslabore in Kassel

Nur rund zehn Monate nach der Grundsteinlegung haben die zukünftigen Landeslabore in der Kasseler Druseltalstraße Gestalt angenommen: Der Rohbau für das neue Gebäude des Landesbetriebs Hessisches Landeslabor ist fertig. Heute wurde Richtfest gefeiert. Der Bau wird in einer Kooperation zwischen Hessen und der HOCHTIEF PPP Solutions GmbH umgesetzt.

Zitate Finanzstaatssekretär Dr. Till Kaesbach:

„Der Neubau ist ein starkes Bekenntnis zum Standort Kassel und zur Region. Die Investition schafft beste Bedingungen unter einem Dach für unsere Expertinnen und Experten im Landeslabor. Das nutzt uns allen, denn die Arbeit der Hessische Landeslabors trägt maßgeblich zur Sicherheit unter anderem von Lebensmitteln bei.“

„Private Investoren und der Staat arbeiten bei diesem Projekt Hand in Hand. Die Kooperation zwischen Land und Hochtief ist die wirtschaftlichste Lösung für dieses anspruchsvolle Bauprojekt und seinen späteren Betrieb. Von diesem Miteinander brauchen wir in Deutschland viel mehr, um das Land und seine Infrastruktur zu modernisieren.“

Zitat Sozialstaatssekretärin Manuela Strube:

„Gute Arbeit braucht sichere Bedingungen. Das gilt ganz besonders dort, wo mit sensiblen Stoffen, Analytik und hohen Sicherheitsanforderungen gearbeitet wird.  Arbeitsschutz darf hier kein Extra sein, sondern ist die Grundlage dafür, dass Menschen gesund bleiben – körperlich wie psychisch – und dass Betriebe verlässlich und verantwortungsvoll arbeiten können. Für Kassel heißt das: moderne Infrastruktur, attraktive Arbeitsplätze, kurze Wege zwischen Laborpraxis, Aufsicht und Expertise – und damit ein echter Gewinn für die Region und für den Schutz von Beschäftigten und Verbraucherinnen und Verbrauchern.“

Zitat Mark Weinmeister, Regierungspräsident Kassel:

„Der rasche und planmäßige Baufortschritt stimmt mich zuversichtlich, dass auch der 2. Bauabschnitt nicht lange auf sich warten lassen wird. Dort werden voraussichtlich ab 2030 Dezernate des Regierungspräsidiums Kassel einziehen, die hier in guter Nachbarschaft mit anderen Fachbehörden des Landes Hessen eine neue Heimat finden werden. Dies bedeutet künftig kürzere Wege und engere Abstimmung, was die Synergiebildung innerhalb der Landesverwaltung auf eine neue Ebene hebt.“

Zitat Sandra Arendt, Sprecherin der Geschäftsleitung soziale Infrastruktur Europa HOCHTIEF PPP Solutions:

„Das Richtfest der Landeslabore Kassel ist ein zentraler Meilenstein für ein Projekt, das den gesamten Lebenszyklus öffentlicher Infrastruktur umfasst. HOCHTIEF PPP Solutions beweist damit, wie technologische Präzision, wirtschaftliche Effizienz und nachhaltige Planung Hand in Hand gehen, wenn private Expertise und öffentliche Verantwortung zusammenwirken.“

Zitat Professor Johannes Kister, Gesellschafter kister scheithauer gross architekten und stadtplaner GmbH:

„Es wird ein schönes Gebäude, das den Ort aufwertet, im Straßenraum eine Adresse bildet und eine Identifikation ermöglicht.“

Zitat Hartmut Römer, Direktor des Landesbetriebs Hessisches Landeslabor:

„Insbesondere die neu geschaffene räumliche Integration des Ausbildungsbereiches mit den bestehenden Fachgebieten des Laborbetriebs ist hervorzuheben. Diese Anbindung ermögliche es, die Attraktivität der Ausbildung vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels weiter zu steigern. Darüber hinaus ermöglicht es der Neubau in Kassel, die Zusammenarbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu verbessern. Die gemeinsam genutzten Räumlichkeiten schafften eine Grundlage, neue und effizientere Kommunikations- und Arbeitswege zu etablieren.“

Zitat Petra Zellner, Vertreterin des Direktors des Landesbetriebs Bau und Immobilien Hessen:

„Der erste Bauabschnitt nimmt sichtbar Gestalt an. Der Neubau entsteht in einem starken Kooperationsprojekt, er verbindet Wirtschaftlichkeit mit Innovation: Die Landeslabore werden hier in eine neue Arbeitswelt starten. Flexible Räume und offene Strukturen bringen künftig Menschen, Ideen und Disziplinen zusammen. Sie fördern den Austausch und machen Zusammenarbeit erlebbar. Den weiteren Bauarbeiten wünsche ich einen guten Verlauf und freue mich auf die Fertigstellung.“
 

Fragen und Antworten

Bislang war der Landesbetrieb Hessisches Landeslabor (LHL) in Kassel auf drei Betriebsstätten verteilt. Zukünftig werden diese im Neubau zusammengeführt. In einem weiteren Bauabschnitt wird ein Gebäude für das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG), das Regierungspräsidium Kassel, sowie den LHL erstellt und das vorhandene Parkhaus durch einen Neubau ersetzt.

Die HOCHTIEF PPP Solutions GmbH baut und betreibt die Liegenschaft für das Land. Diese verbleibt dabei im Eigentum des Landes. Da Bau und Betrieb durch den privaten Kooperationspartner erfolgen, werden nicht nur die Bauinvestition, sondern auch die Instandhaltung und der Betrieb in die Betrachtung und Bewertung der Wirtschaftlichkeit einbezogen und vertraglich fixiert. Dadurch profitieren nicht nur beide Kooperationspartner von langfristiger Planungssicherheit, sondern auch die zukünftigen Nutzer von der dauerhaft gesicherten Qualität des Gebäudes. 

Am Standort Druseltalstraße entstehen im ersten Bauabschnitt auf rund 5000 Quadratmetern 43 moderne Büroarbeitsplätze und 115 Laborarbeitsplätze. Durch eine raumlufttechnische Anlage wird Restwärme aus der Abluft zurückgewonnen. Daneben verfügt der Neubau über eine Neutralisationsanlage für Abwässer aus den Laboren. Durch die zeitgemäße Ausstattung wird ein wirtschaftlicheres Arbeiten mit niedrigerem Energieverbrauch ermöglicht. Die Beschäftigten profitieren außerdem von flexiblen Laborlandschaften mit Glastrennwänden, die Labore sind zukünftig nicht mehr in einzelnen Räumen untergebracht. Für die Bewertung von Analysenergebnissen stehen Auswerteplätze mit Blickverbindung zum Labor zur Verfügung, was die Arbeitsorganisation erleichtert.

Der LHL ist für das Untersuchungswesen der Bereiche Lebens- und Futtermittel, Veterinärmedizin, Landwirtschaft und Umwelt sowie für die Einfuhr von lebenden Tieren, Lebensmitteln und tierischen Produkten in die EU zuständig. 

Die Übergabe des ersten Bauabschnitts an den LHL als zukünftigen Nutzer erfolgt aller Voraussicht in der zweiten Jahreshälfte 2027.