Feierten Richtfest am Gebäude 7 der Frankfurt University of Applied Sciences: Prof. Dr. Marcus Gwechenberger (Dezernent für Planen und Wohnen, Stadt Frankfurt Am Main), Petra Zellner (Vertreterin des Direktors, Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen), Prof. Dr. Susanne Rägle (Vizepräsidentin für Forschung, Transfer und Internationalisierung, Frankfurt UAS), Hessens Finanzstaatssekretär Dr. Till Kaesbach und Hessens Wissenschafts- und Forschungsstaatssekretär Christoph Degen (von links nach rechts).

Hessisches Ministerium der Finanzen

Richtfest an der Frankfurt University Of Applied Sciences: Neubau nimmt Gestalt an

Der Fachbereich Informatik und Ingenieurwissenschaften an der Frankfurt UAS erhält ein neues Forschungs- und Lehrgebäude. Nach der Grundsteinlegung im September 2025 wurde heute – und damit weniger als ein Jahr später – das Richtfest gefeiert. Der Neubau am Nibelungenplatz wird nach seiner Fertigstellung das alte Gebäude aus dem Jahr 1963 ersetzen und optimale Bedingungen bieten.

Zitate Hessens Finanzstaatssekretär Dr. Till Kaesbach:

„Die Frankfurt University of Applied Sciences ist ein zentraler Ort für angewandte Wissenschaft und eine treibende Kraft für Innovation in der Region. Mit einer Investition von rund 80 Millionen Euro schafft das Land Hessen hier moderne Bedingungen für Forschung und Lehre. Gerade in herausfordernden Haushaltszeiten gilt dabei: Wir müssen unsere Ressourcen verantwortungsvoll einsetzen und zugleich gezielt in die Zukunftsfähigkeit unseres Landes investieren. Der Neubau ist dafür ein starkes Beispiel – und Teil der aktiven Infrastrukturpolitik Hessens im Hochschulbau.“

„Das Land forciert seit 2008 mit dem Investitionsprogramm HEUREKA den landesweiten Ausbau der Hochschulstandorte. Das Gesamtvolumen beträgt rund 5,7 Milliarden Euro. Allein hier in Frankfurt belaufen sich die getätigten und geplanten Investitionen für die Frankfurt UAS, die Goethe-Universität und das Uniklinikum auf rund 2,2 Milliarden Euro. Damit entstehen räumlich konzentrierte Campusanlagen und zukunftsfähige Angebote für Forschung und Lehre.“

Zitate Hessens Wissenschafts- und Forschungsstaatssekretär Christoph Degen:

„Informatik und Ingenieurwissenschaften sind Jobmotor und unverzichtbarer Teil einer erfolgreichen Zukunftsperspektive des Landes Hessen. Das neue Gebäude verbessert die Studien- und Arbeitsbedingungen am MINT-Fachbereich der Frankfurt University of Applied Sciences nachhaltig – und macht die naturwissenschaftlichen Fächer durch seine prominente Lage noch sichtbarer.“

„Moderne Infrastrukturen sind die Grundvoraussetzung dafür, die Potentiale unserer klugen Köpfe in Hessen optimal auszuschöpfen. Das Geld aus unserem Hochschulbauprogramm HEUREKA für diesen Neubau an der Frankfurt University of Applied Sciences ist sehr gut angelegt und eine Investition in die Zukunft der Hochschule und des Hochschulstandortes Frankfurt.“

Zitat Petra Zellner, Vertreterin des Direktors, Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen:

„Die besondere Herausforderung dieses Projekts liegt in der dichten städtebaulichen Situation: Auf engstem Raum entsteht ein funktional komplexer Neubau, der klare räumliche Strukturen und hohe Nutzungsqualität vereint. Das verglaste Technikum wird dabei zum sichtbaren Zeichen für Forschung und Lehre und verankert die University of Applied Sciences als starken Innovationsmotor im Stadtraum.“

Zitat Prof. Dr. Susanne Rägle, Vizepräsidentin für Forschung, Transfer und Internationalisierung, Frankfurt UAS:

„Das neue Lehr- und Forschungsgebäude ist ein starkes Bekenntnis zur Zukunft unserer Hochschule. Hier schaffen wir modernste Rahmenbedingungen für unseren Fachbereich Informatik und Ingenieurwissenschaften, fördern Innovationen und stärken die Verbindung von Lehre, Forschung und Praxis. Als einzige Frankfurter Hochschule mit ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen setzen wir damit auch ein wichtiges Zeichen für den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Frankfurt am Main. Mein besonderer Dank gilt dem Hessischen Finanzministerium, dem Hessischen Wissenschaftsministerium, dem LBIH, der HOCHTIEF AG, agn und der Stadt Frankfurt, die maßgeblich daran beteiligt waren, diesen Neubau in kürzester Zeit zu realisieren.“

Zitat Prof. Dr. Marcus Gwechenberger, Dezernent für Planen und Wohnen, Stadt Frankfurt am Main:

„Mit dem Neubau für Informatik und Ingenieurwissenschaften gewinnt die Frankfurt University of Applied Sciences ein modernes Gebäude, das hervorragende Bedingungen für Forschung und Lehre schafft. Zugleich stärkt das Projekt die Frankfurter Campusmeile entlang des Alleenrings. Die Frankfurter Campusmeile wurde 2016 als gemeinsame Initiative von Hochschulen und der Stadt entwickelt. Sie macht die wissenschaftlichen Einrichtungen entlang der Nibelungen- und Miquelallee sichtbar und soll die Verbindung zwischen den Wissenschaftseinrichtungen stärken. Mit dem neuen Hochschulgebäude entsteht ein Ort, der sich zur Campusmeile öffnet und Forschung und Entwicklung im Stadtbild sichtbar macht.“

Zitat Peter Hartmann, Leiter der Niederlassung Building Frankfurt von HOCHTIEF Infrastructure:

„Mit Gebäude 7 realisieren wir bereits das dritte Bildungsgebäude für die Frankfurt University of Applied Sciences und setzen damit unsere erfolgreiche Zusammenarbeit fort. Nach den Schulen in Offenbach und der jüngst fertiggestellten Grundschule in Kelsterbach unterstreicht dieses Vorhaben einmal mehr die umfassende Expertise unserer Niederlassung im Bildungsbau. Wir freuen uns, mit unseren Projekten einen Beitrag zu moderner Bildungsinfrastruktur zu leisten und diesen wichtigen Bereich auch künftig mitzugestalten.“

Zitat Ulrich Brock, Projektleitender Architekt, agn Niederberghaus & Partner GmbH:

„Es ist schön zu sehen, wie aus dem einst gewonnenen Architekturwettbewerb nun Realität wird. Für uns war entscheidend, die komplexen Anforderungen aus Forschung, Lehre und Technik in eine präzise, gut nutzbare Architektur zu übersetzen. Die orthogonale Struktur gibt dem Haus dabei eine klare Ordnung und schafft zugleich die Grundlage für hochspezialisierte Labore, Werkstätten und offene Kommunikationsbereiche. Gleichzeitig war uns wichtig, einen Bau zu entwickeln, der sich mit seiner ruhigen Formensprache selbstverständlich in das Stadtquartier einfügt."


Fragen und Antworten

Warum gibt es einen Neubau und wie wird dieser nach seiner Fertigstellung aussehen?

Das ehemalige Gebäude aus dem Jahr 1963 erfüllte die heutigen Anforderungen an ein modernes Forschungs- und Lehrgebäude nicht mehr. Der Neubau – auch Gebäude 7 genannt – wird nach seiner Fertigstellung dem Fachbereichen Informatik und Ingenieurwissenschaften moderne Bedingungen für Forschung und Lehre bieten:  Die rund 4.100 Quadratmeter reine Nutzfläche verteilen sich auf sechs Ebenen mit modernen Büros, Seminarräumen, Laboren und Werkstätten. In den beiden Untergeschossen entsteht ein so genanntes störungsfreies Labor, das die Arbeit mit hochsensiblen Geräten ermöglicht. Ein architektonischer Blickfang wird das verglaste Technikum sein, das die innovative Arbeit der Hochschule für alle sichtbar macht. Auf dem Dach des Neubaus wird eine Photovoltaikanlage installiert und darüber hinaus eine Begrünung angelegt.  

Wer ist für die Planung und den Bau des Gebäudes verantwortlich?

Die Planung und Umsetzung des Projekts übernehmen das Architekturbüro agn und der Generalunternehmer Hochtief in Zusammenarbeit mit den weiteren Projektbeteiligten, unter der Leitung des Landesbetriebs Bau und Immobilien Hessen (LBIH). 

Wann soll das Projekt fertiggestellt sein?

Die Inbetriebnahme des Neubaus ist für den Sommer 2027 geplant.