Außenansicht von Kloster Eberbach mit Weinreben im Bildvordergrund.

Hessisches Ministerium der Finanzen

75 Jahre Hessische Staatsweingüter

Finanzminister Boddenberg: „Die Hessischen Staatsweingüter sind ein Markenzeichen unserer Region, weit über die Landesgrenze hinaus.“

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„Das Kloster und seine einzigartige Weinbautradition sind echte Markenzeichen für Hessen und die Weinbauregionen Bergstraße und Rheingau. Seit der Übernahme der Trägerschaft durch das Land Hessen im Jahre 1945 haben sich die Hessischen Staatsweingüter Kloster Eberbach zu einem bedeutenden Weingut mit einem vielfältigen landeskulturellen Auftrag weiterentwickelt“, so Finanzminister Michael Boddenberg. Das Land feiert das 75-jährige Bestehen Hessens und der Hessischen Staatsweingüter am Abend mit einem Festakt im Kloster Eberbach.

Das Staatsweingut, das auch dem Verband Deutscher Prädikats- und Qualitätsweingüter (VDP) angehört, ist Forschungspartner der Hochschule Geisenheim und in vielen Projekten im Sinne einer nachhaltigen Weinwirtschaft beteiligt. „Denn auch im Weinbau müssen wir den Folgen des Klimawandels entgegnen und eine nachhaltige Weinerzeugung entwickeln. Diese sollte klimaneutral, biodiversitätsfreundlich und wirtschaftlich sein“, erklärt Geschäftsführer Dieter Greiner die langfristige strategische Ausrichtung des Weingutes.

„Mit der Umwandlung des Weingutes von einem Landesbetrieb in eine selbständige GmbH und der Entscheidung, einen neuen zentralen Weinkeller am Steinberg zu bauen, wurden im Jahr 2003 wichtige Weichen gestellt. Der mit dem Architekturpreis Wein ausgezeichnete Steinbergkeller wurde 2008 eingeweiht und gilt als Meilenstein in der deutschen Weinbauarchitektur. Der nahezu unterirdisch angelegte Weinkeller passt sich wunderbar in die Landschaft ein. So etwas gab es zu dieser Zeit bei uns noch nicht“, so der Finanzminister.

Von den Staatsweingütern Kloster Eberbach sind immer wichtige Impulse für die hessische Weinwirtschaft ausgegangen: Der konsequente Einsatz von Drehverschlüssen, die Erprobung von auf den Klimawandel angepassten Reb- Erziehungsformen im Weinbau oder der Einsatz eines Steillagenvollernters. Denn auch die Zukunft des landschaftsprägenden Steillagenweinbaus ist für die Hessischen Staatsweingüter eine besondere Herausforderung. Das Weingut bewirtschaftet über 20 Prozent der hessischen Steillagenweinberge.

Vor 885 Jahren wurde das Zisterzienserkloster Eberbach gegründet. Die aus dem Burgund stammenden Mönche haben den Weinbau der Region von Anfang an geprägt und bereits 27 Jahre nach Klostergründung stellte Papst Alexander III im Jahre 1163 die Weinberge Eberbachs unter seinen Schutz. „Heute ist es mit 228 Hektar Anbaufläche und sechs Domänen das größte Weingut Deutschlands. Kloster Eberbach ist dazu eines der traditionsreichsten Weingüter der Welt. Seit der Gründung des Landes Hessen vor 75 Jahren ist das Weingut des Klosters Hessisches Staatsweingut“, erklären Boddenberg und Greiner.

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