Drei Fragen an Dr. Bernadette Weyland

"Sachkompetenz, Geradlinigkeit und das Handeln zum Wohle der Menschen stehen für mich im Vordergrund"

Was macht für Sie den Reiz am Amt der Staatssekretärin aus?

Die Vielfalt der Aufgaben. Es sind unterschiedlichste Themen zu bearbeiten. Gleichzeitig steht für mich das Miteinander mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Hauses und der nachgeordneten Dienststellen im Fokus, denn als Amtsleiterin möchte ich den Kontakt pflegen und die Verantwortung für eine gute Zusammenarbeit tragen. Zusätzlich gibt mir das Amt der Staatssekretärin die Gelegenheit, mich bei meiner täglichen Arbeit mit unterschiedlichsten Menschen auch außerhalb meiner Behörde austauschen zu können.

Welchen Grundsätzen folgen Sie im politischen Tagesgeschäft?

Sachkompetenz, Geradlinigkeit und das Handeln zum Wohle der Menschen stehen für mich im Vordergrund. Ich möchte komplizierte Inhalte und Verfahrensabläufe transparenter und verständlicher gestalten. Mein Wunsch ist es, dass die Bürgerinnen und Bürger (wieder) am politischen Willensbildungsprozess teilnehmen, denn wir können unsere Zukunft nur gemeinsam gestalten.

Wo sehen Sie die größte Herausforderung in der Finanz- und Haushaltspolitik?

Eine große Herausforderung ist aus meiner Sicht die Einhaltung der Anforderungen an die Schuldenbremse. Diese greift nicht erst im Jahr 2019, sondern die Hausaufgaben müssen der Bund, das Land und die Kommunen bereits jetzt in Angriff nehmen. Die öffentlichen Verwaltungen dürfen keine Schulden auf Kosten der nachfolgenden Generation machen, denn die demographische Entwicklung führt bereits zu einer Mehrbelastung unserer Kinder. Auch dies muss gesamtwirtschaftlich berücksichtigt werden.