Freibetrag für den Sonderbedarf bei Berufsausbildung

Für den Sonderbedarf einer Schul- und Berufsausbildung eines volljährigen Kindes, das auswärtig untergebracht ist und für das die Eltern Anspruch auf Kindergeld oder auf die steuerlichen Freibeträge haben, kann ein Freibetrag in Höhe von 924 Euro im Kalenderjahr abgezogen werden.

Die Höhe der Ausbildungskosten muss nicht besonders nachgewiesen werden. Für minderjährige Kinder und volljährige Kinder, die nicht auswärtig untergebracht sind, kann kein besonderer Freibetrag beansprucht werden.  Die Kosten für die Ausbildung dieser Kinder werden mit dem Freibetrag für den Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf abgegolten.

Für jeden vollen Monat, in dem die Voraussetzungen für die Gewährung des Freibetrages nicht vorgelegen haben, mindern sich die vorgenannten Jahresbeträge um ein Zwölftel. Die Höhe der eigenen Einkünfte und Bezüge des Kindes spielen für die Gewährung des Freibetrags keine Rolle.

Zusätzliche Erläuterung:

Berufsausbildung ist z. B. die Ausbildung an Allgemeinwissen vermittelnden Schulen (wie Grund-, Realschulen, Gymnasien) und Hochschulen, die praktische Ausbildung für einen künftigen Beruf aufgrund eines Lehrvertrages sowie die Ausbildung an Fach- und Fachhochschulen, nicht jedoch die Tätigkeit im Rahmen eines freiwilligen sozialen Jahres. Voraussetzung für den Abzug des Freibetrags ist, dass Ihnen durch die Ausbildung des auswärtig untergebrachten Kindes überhaupt Aufwendungen entstanden sind. Die Höhe der Aufwendungen ist nicht entscheidend.

Was ist zu tun?

Den Freibetrag für den Sonderbedarf bei Berufsausbildung berücksichtigt das Finanzamt bei der Einkommensteuerveranlagung. Hierzu müssen Sie die entsprechende Rubrik auf der „Anlage Kind“ ausfüllen. Die Ausbildungskosten selbst brauchen Sie dabei nicht nachzuweisen, wohl aber die Berufsausbildung als solche (z. B. durch Studienbescheinigung).

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