Standard & Poor’s bestätigt gutes Rating des Landes: „AA+“

29.02.2020Hessisches Ministerium der Finanzen

Rating-Agentur würdigt Schuldenmanagement des Landes, Einsatz für Kommunen und die Vorsorge.

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Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer.
Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer.
© HMdF / Sabrina Feige

Von „AA“ zu „AA+“: 2018 hatte die Ratingagentur Standard & Poor’s die Bewertung Hessens erstmals seit über einem Jahrzehnt um eine Stufe angehoben. Nun hat sie dem Land dieses Upgrade im neuen Rating erneut bestätigt.

„Standard & Poor’s ist als Ratingagentur für ihren strengen und gewissenhaften Prüfungsmaßstab bekannt. Hessens Hochstufung 2018 war eine Bestätigung unserer Arbeit. Dass wir an einem Kurs solider Haushaltspolitik festhalten, wird auch in diesem Jahr von den Prüfern bestätigt. Sie betonen dabei, wie professionell die Schuldenverwaltung des Landes arbeitet, wie sehr sich das Land für seine Kommunen stark macht und wie umsichtig und vielfältig Hessen vorsorgt“, sagte Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer.

Die Bonität des Landes Hessen wird seit 20 Jahren von der Ratingagentur Standard & Poor’s beurteilt. Nach einer im Februar turnusmäßig stattfindenden Ratingüberprüfung hat Standard & Poor’s gestern das Langfristrating des Landes bei „AA+ mit stabilem Ausblick“ bestätigt. Dabei wurde auch das Schuldenmanagement des Landes gewürdigt. Im aktuellen Rating-Bericht, der in der Nacht zu Samstag von Standard & Poor’s veröffentlicht wurde, heißt es unter anderem (eigene Übersetzung aus dem Englischen):

„Durch aktive Verwaltung seines Kreditportfolios hält Hessen bei seinem Schulden- und Liquiditätsmanagement hohe Standards ein. Das Land hat die Zinsausgaben für einen Teil der zukünftig zur Refinanzierung anstehenden Fälligkeiten festgeschrieben und hierdurch die mittlere Zinsbindungsfrist seines Kreditportfolios erheblich ausgedehnt. Diese Maßnahmen erhöhen die Berechenbarkeit zukünftiger Zinsausgaben.“

Hervorgehoben wird auch die Unterstützung der Kommunen durch das Land. Standard & Poor’s schreibt (eigene Übersetzung aus dem Englischen):

„Anders als die Mehrzahl der Bundesländer hat Hessen mit dem ‚Kommunalen Schutzschirm‘ und der ‚Hessenkasse‘ bereits zwei gezielte Maßnahmen zur finanziellen Stärkung seiner Kommunen umgesetzt und legt mit ‚Starke Heimat Hessen‘ gerade ein weiteres kommunales Programm zur Verringerung von Finanzkraftunterschieden auf. Daran wird deutlich, dass Hessen bereit ist, zur Stabilisierung der kommunalen Finanzen auch eigene Finanzmittel einzusetzen.“

Überdies legt Hessen nunmehr den Fokus auf den Aufbau einer Krisenvorsorge: Das Land Hessen stärkt seine Rücklagen erneut. Dies wird von Standard & Poor´s positiv herausgestellt: „Hessen bildet vorsichtig Rücklagen für Ausgaben und unvorhergesehene Herausforderungen, die ein ordnungsgemäßes Einnahmen- und Ausgabenmanagement innerhalb der Grenzen der Schuldenbremse ermöglichen.“ (eigene Übersetzung aus dem Englischen)

Standard & Poor´s würdigt auf diese Weise die vielfältigen Rücklagen, mit denen das Land für die Zukunft vorsorgt. So hat sich etwa die Konjunkturausgleichsrücklage zum Ausgleich von Steuermindereinnahmen auf eine Milliarde Euro und das Alterssparbuch Hessen zur Absicherung zukünftiger Pensionslasten auf rd. 4,2 Mrd. Euro erhöht. Hinzu tritt erstmals eine Investitionsrücklage im Volumen von 500 Mio. Euro, mit der die Investitionsausgaben des Landes auf hohem Niveau verstetigt werden können.

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