Finanzminister Dr. Schäfer: „Unermüdliches Engagement für Marburg.“

Hessischer Verdienstorden am Bande für Jürgen Rehlich

14.03.2018Hessisches Ministerium der Finanzen

Jürgen Rehlich aus Marburg wird für sein vorbildliches und langjähriges ehrenamtliches Engagement geehrt. Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer hat ihm heute gemeinsam mit dem Marburger Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies den Hessischen Verdienstorden am Bande überreicht. Finanzminister Dr. Schäfer erklärte: „Nach dem Ehrenbrief des Landes und dem Bundesverdienstkreuz kommt heute mit dem Hessischen Verdienstorden eine weitere Auszeichnung für Jürgen Rehlich hinzu. Unermüdlich macht er sich seit vielen Jahrzehnten ehrenamtlich für seine Heimatstadt Marburg stark – in der Kommunalpolitik, für die Völkerverständigung, aber auch im kirchlichen und sozialen Bereich. Für diesen herausragenden Einsatz möchten wir ihm heute danken.“ Der Hessische Verdienstorden wird seit 1990 vom Hessischen Ministerpräsidenten für hervorragende Verdienste um das Land und seine Bevölkerung verliehen.

„Jürgen Rehlich hat sich über viele Jahre mit großem Nachdruck für die Interessen der Bürgerinnen und Bürger der Stadt eingesetzt und immer Marburg als Kommune in Europa im Blick behalten. Obwohl wir nicht in allen Fragen einer Meinung sind, habe ich Respekt für die Ernsthaftigkeit und Gradlinigkeit, die seinen politischen Stil prägen“, so Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies.

Der Geehrte, Jahrgang 1939, schloss im Jahr 1958 eine Lehre zum Importholzkaufmann erfolgreich ab. Danach war Rehlich vier Jahre Angestellter im Verkauf der Firma Steinbrügge und Berningshausen in Bremen sowie von 1962 bis 2001 Angestellter im Außendienst für die Regionen Südniedersachsen, Südostwestfalen und Hessen. Nach seiner Beschäftigung bei der Bremer Holzwerke GmbH trat er im Jahr 2003 in den Ruhestand ein.

Rehlich hat sich über mehrere Jahrzehnte in der Kommunalpolitik der Stadt Marburg engagiert: Von 1977 bis 2006 war er Mitglied der Stadtverordnetenversammlung und hat sich in dieser Zeit als Mitglied im Schuld- und Kulturausschuss, der Schulkommission sowie später im Bau- und Planungsausschuss, im Aufsichtsrat der GeWoBau, im VHS-Beirat, im Vorstand der Stiftung St. Jakob und weiteren städtischen Gremien eingebracht. In den Jahren 1994 bis 2004 war er Vorsitzender der CDU-Fraktion sowie Mitglied des Ältestenrats und des Haupt- und Finanzausschusses. Des Weiteren hatte er von 2006 bis 2016 das Amt des ehrenamtlichen Stadtrats inne. Neben der Schulpolitik in Marburg waren ihm die Städtepartnerschaften der Universitätsstadt ein besonderes Anliegen. So hat er sich in den Vereinen „Freundeskreis Marburg-Northampton“ und „Freundeskreis Marburg-Maribor“ in unterschiedlichen Funktionen sehr für den kulturellen Austausch mit Großbritannien und Slowenien eingesetzt.

Einen weiteren Schwerpunkt bildet Rehlichs ehrenamtliches Engagement für den Verein Richtsberggemeinde e.V., der im Marburger Stadtteil Richtsberg aktiv ist. Seit den 1970er Jahren setzt der Verein sich für die Integration ausländischer Mitbürgerinnen und Mitbürger ein, die in dem Stadtteil einen hohen Anteil der Bevölkerung stellen. Der Geehrte war an seiner Gründung beteiligt und in verschiedenen Funktionen im Vereinsvorstand tätig.

Auch im kirchlichen Bereich ist Rehlich ehrenamtlich aktiv: In der Kirchgemeinde St. Franziskus in Marburg-Cappel engagierte er sich über viele Jahre im Pfarrgemeinderat sowie im Verwaltungsrat. Im Sozialverband der Kolpingfamilie war der Geehrte von 1969 bis 1974 Senior, anschließend bis 1978 Leiter der Gruppe „Junge Erwachsene“ und von 1979 bis 1982 Sachbearbeiter für die Bereiche Kultur und Freizeit. Schließlich war er dort von 2004 bis 2015 stellvertretender Vorsitzender und ab 2016 Vorsitzender.

Jürgen Rehlich wurde für sein langjähriges und vielfältiges ehrenamtliches Wirken 1990 mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen sowie 2012 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.

Schäfer erklärte zum Abschluss seiner Laudatio: „Glücklich kann sich eine Stadt schätzen, deren Bürger sich in einem solch herausragenden Maß für das Wohlergehen ihrer Mitmenschen einsetzen! Jürgen Rehlich ist einer dieser Bürger: Mit seinem langjährigen ehrenamtlichen Wirken hat er nicht nur wichtige Impulse für den gesellschaftlichen Zusammenhalt gesetzt, sondern er ist auch ein ganz konkretes Beispiel für gelebte Nächstenliebe.“

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Ralph-Nicolas Pietzonka
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