Aufsichtsrat des Flughafens Kassel-Calden hat getagt

Halbjahres-Bilanz – Erfolgreiche Vermarktung der Bauflächen

11.10.2013Hessisches Ministerium der Finanzen

Der Aufsichtsrat der Flughafen GmbH Kassel (FGK) hat in seiner Sitzung am 9. Oktober 2013 rund ein halbes Jahr nach der Eröffnung des nordhessischen Regionalflughafens im April dieses Jahres eine erste Bilanz gezogen. „In einem für die Luftverkehrswirtschaft insgesamt schwierigen Jahr hat auch der Regionalflughafen Kassel-Calden nicht in vollem Umfang die für den Sommerflugplan erhofften Flüge und Passagierzahlen umsetzen können“, sagte Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer, der zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der FGK ist.

„Gleichwohl haben wir erfreut feststellen dürfen, dass bereits über 30.000 zufriedene Flugpassagiere in klassische Urlaubsregionen wie Mallorca, Dalmatien und die Türkei geflogen sind und darüber hinaus interessante Flugziele wie beispielsweise Reykjavik und Tiflis Flugziel ab Kassel-Calden waren. Auch für die kommende Sommersaison werden zahlreiche attraktive Ziele im Flugplan stehen. Für die Etablierung eines neuen Flughafens bedarf es eines langen Atems – dessen waren sich die Gesellschafter bereits bei der Entscheidung für den Ausbau bewusst“, betonte Schäfer. Er wies darüber hinaus daraufhin, dass die Nutzbarkeit für Ferienflüge nur ein Aspekt für die Ausbauentscheidung gewesen sei. Die Sicherung und der Ausbau als Infrastruktur der allgemeinen Luftfahrt mit ihren rund 19.000 Starts und Landungen sei mindestens ebenso wichtig gewesen.

Der finanzielle Ausgleich wird sich wie in jüngster Zeit erwartet im Rahmen des Jahres 2012 bewegen und wird von aktuellen operativen Schwankungen im Flugbetrieb nur geringfügig  beeinflusst. Endgültige Zahlen zum Betriebsergebnis werde es selbstverständlich erst nach Ablauf des Geschäftsjahres zum 31. Dezember 2013 geben.

Fieseler Storch kommt „heim nach Kassel“

Besonders erfreulich war der positive Beschluss für das Baugrundstück zur neuen Fieseler Storch Halle am Flughafen Kassel-Calden. Bertram Hilgen, Oberbürgermeister der Stadt Kassel, freut sich über diese Entscheidung:

„Wir haben heute den Grundstock für das neue Zuhause des historischen Flugzeugs gelegt. Der Standort wird ein attraktiver Anlaufpunkt für alle Luftfahrt-Fans werden“.

Der Oldtimer bekommt eine Fläche von rund 2000 Quadratmeter, auf der zusätzlich eine luftfahrtaffine Ausstellung aufgebaut wird.

Die Vermarktung der Baugrundstücke am neuen Flughafengelände ist eine Erfolgsgeschichte für sich. Finanzminister Dr. Thomas Schäfer freut sich über die rege Nachfrage und erklärt:

„Wir haben insgesamt 47.800 Quadratmeter Hochbauflächen bereitgestellt und bis heute sind bereits 42.700 Quadratmeter vermarket worden oder befinden sich in vertraglichen Verhandlungen. Der Standort Flughafen ist attraktiv und bestätigt uns, die richtige Entscheidung für den Bau des Flughafens getroffen zu haben.“

Als nächsten Schritt kündigte Schäfer an, die Entwicklung der Gewerbeflächen auf dem alten Flugplatzgelände vorantreiben zu wollen. Die Schaffung des Baurechts durch die Gemeinde Calden stehe unmittelbar bevor, ergänzte Bürgermeister Andreas Dinges.

Hintergrund:

Der Flughafen Kassel-Calden ist der zweite Airport der Region Hessen. Die Eröffnung fand planmäßig am 4. April 2013 statt. Der Flughafen Kassel-Calden existiert seit 1970 vor den Toren Kassels. Seit der deutschen Wiedervereinigung 1990 und der Erweiterung der Europäischen Union nach Osteuropa gewinnt die zentrale Lage Nordhessens in Europa und Deutschland stetig an Bedeutung. In diesem Zusammenhang wird der ausgebaute Flughafen eine besondere Rolle für die Region spielen.

In den vergangenen zehn Jahren war der europäische Privatreiseverkehr von einer außerordentlich dynamischen Entwicklung geprägt, die nach der festen Überzeugung vieler Experten noch lange nicht ihr Ende gefunden hat. Mit rund 220 Hektar Baufeld ist der Flughafen die größte Erdbaustelle Europas. Die Start- und Landebahn ist nach Fertigstellung 2.500 Meter lang und 45 Meter breit. Damit ist sie um 1.000 Meter länger als die des alten Flugplatzes. Eine Kalkschotterschicht und eine 16 Meter dicke Erdschicht bilden das Fundament der Piste. Das dreigeschossige Terminal ist für die Passagiere das wichtigste Gebäude des Flughafens. Auf seinen 8.250 Quadratmetern werden neben zehn Check-In-Schaltern und vier An- und Abfluggates auch der Wartebereich, die Sicherheitskontrolle sowie die Gepäckrückgabe untergebracht. Abholer und wartende Passagiere können sich im Bistro stärken.

Kontakt für Pressevertreter

Pressesprecher: 
Ralph-Nicolas Pietzonka
Hessisches Ministerium der Finanzen
+49 611 32 24 57
+49 611 32 24 33
presse@hmdf.hessen.de
Schließen