Startseite Presse Pressemitteilungen Pressearchiv Finanzminister Dr. Thomas Schäfer: „Elmar Brohl hat einen bedeutsamen Beitrag zur Erforschung der Marburger Stadtgeschichte geleistet“
Verdienstkreuz an Elmar Brohl aus Marburg

Finanzminister Dr. Thomas Schäfer: „Elmar Brohl hat einen bedeutsamen Beitrag zur Erforschung der Marburger Stadtgeschichte geleistet“

01.08.2013Hessisches Ministerium der Finanzen

Bundesverdienstkreuz an Elmar Brohl

Zu sehen sind (v.l.n.r.): Marburgs Oberbürgermeister Egon Vaupel, die Ehefrau des Geehrten, Waltraud Brohl, Elmar Brohl und Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer.
Zu sehen sind (v.l.n.r.): Marburgs Oberbürgermeister Egon Vaupel, die Ehefrau des Geehrten, Waltraud Brohl, Elmar Brohl und Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer. Foto: Stadt Marburg

Elmar Brohl ist seit heute Träger des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland in der Ordensstufe „Verdienstkreuz am Bande“. Der Hessische Finanzminister Dr. Thomas Schäfer hat dem Baudirektor aus Marburg das Ehrenzeichen überreicht. „Elmar Brohl hat durch sein kulturelles Engagement entscheidend dazu beigetragen, Themen der Marburger Stadtgeschichte für heutige und nachfolgende Generationen erfahrbar zu machen“, sagte der Minister. Im Namen des Bundespräsidenten dankte er Elmar Brohl für seinen beispielgebenden Einsatz im kulturellen Bereich. „Die Marburger Bürgerinnen und Bürger haben von Ihren ehrenamtlichen Studien profitiert – durch Ihr Engagement haben Sie einen bedeutsamen Beitrag zur historischen Erforschung des Marburger Schlosses, der städtischen Wasserversorgung und des Badewesens sowie der Marburger Synagoge geleistet“, betonte der Minister an den Geehrten gewandt.

Elmar Brohl, geboren 1935 in Duderstadt, begann seinen beruflichen Werdegang mit dem Studium der Architektur an der Technischen Hochschule Hannover. Nach seinem Studienabschluss arbeitete er zunächst als Technischer Angestellter im Planungsamt der Gemeinde Hürth, bevor er 1965 als Leiter des Planungs- und Vermessungsamtes zur Stadtverwaltung Neuwied wechselte. In den Jahren 1970 bis 1973 war er Leiter des Entwicklungsamtes in Neuwied. Brohl leitete das Bauamt der Stadt Marburg von 1973 bis zum Eintritt in seinen Ruhestand 1997.

Der Geehrte setzt sich seit vielen Jahren ehrenamtlich für die Erforschung der Marburger Stadtgeschichte ein. Sein Engagement umfasst Themen der Marburger Geschichte wie das Marburger Schloss, die historische Wasserversorgung und das Badewesen sowie die Geschichte der Marburger Synagoge. Brohls Studien sind vielfach veröffentlicht worden und bilden eine wichtige Grundlage für Marburgs Öffentlichkeitsarbeit und Stadtentwicklung. Durch seine Arbeit konnte unter anderem die sogenannte Hexenturmkasematte der Schlossbefestigungsanlage rekonstruiert werden und die Grundmauer der 1938 zerstörten Marburger Synagoge wieder freigelegt werden. Von 1987 bis 1994 war Elmar Brohl Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Festungsforschung e.V. und von 1997 bis 2003 ihr Geschäftsführer, seitdem gehört er als Beisitzer dem Vorstand an. Als Stellvertretender Vorsitzender und Schriftführer engagierte er sich von 1998 bis 2008 im Zweigverein Marburg des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde, dessen Beirat er weiterhin angehört.  Seit 2004 ist Elmar Brohl Wissenschaftliches Mitglied in der Historischen Kommission für Hessen, die sich der Erforschung der Landesgeschichte im nördlichen, östlichen und mittleren Hessen widmet. Neben seinen Studien hat er sich mit publikumswirksamen Vorträgen und fachkundigen Exkursionen mit großem persönlichen Einsatz für die Vermittlung interessanter stadthistorischer Themen engagiert. 

„Ohne Ihr ehrenamtliches Engagement wüssten wir heute deutlich weniger über Marburgs Geschichte. Durch Ihren Einsatz haben Sie eine Brücke von der Vergangenheit in die Zukunft geschlagen und somit dazu beigetragen, die Erinnerung an die Stadthistorie lebendig zu halten. Dafür möchten wir Ihnen heute unseren herzlichen Dank aussprechen“, erklärte der Minister zum Abschluss an den Geehrten gewandt.

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