Rating

Upgrade für Hessen nach 13 Jahren

03.03.2018Hessisches Ministerium der Finanzen

Standard & Poor’s hebt Rating des Landes von „AA“ auf „AA+“ an

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Aufsteigendes Säulendiagramm mit einem Pfeil nach oben
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Von „AA“ zu „AA+“: Erstmals seit 13 Jahren hat die Ratingagentur Standard & Poor’s die Bewertung Hessens um eine Stufe angehoben. „Standard & Poor’s ist als Ratingagentur für ihren strengen und gewissenhaften Prüfungsmaßstab bekannt. Es ist eine Bestätigung unserer Arbeit, wenn wir nun höher bewertet werden. Unsere Haushalte landeten zweimal in Folge im Plus: Dieses Plus haben wir uns jetzt auch im Langfristrating verdient“, sagte Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer. „Die unabhängigen Analysten loben die überzeugende wirtschaftliche Entwicklung des Landes und das entschlossene Engagement für einen ausgeglichenen Haushalt. Daran werden wir festhalten.“

AA+ mit stabilem Ausblick

Die Bonität des Landes Hessen wird seit 18 Jahren von der Ratingagentur Standard & Poor’s beurteilt. Seit November 2005 bewertete die Agentur das Kurzfristrating mit „A-1+“ und das langfristige Emittentenrating mit „AA“ – seit einem Jahr mit „positivem Ausblick“. Nach einer im Februar turnusmäßig stattfindenden Ratingüberprüfung hat Standard & Poor’s gestern das Langfristrating des Landes auf „AA+ mit stabilem Ausblick“ angehoben.

„Schuldentilgung in den vergangenen Jahren, ein Doppelhaushalt, der gänzlich ohne neue Schulden auskommt und ein Finanzplan, der in den kommenden Jahren Tilgungen fest einplant, haben die Ratingagentur überzeugt, dass Hessen die Vorgaben der Schuldenbremse sehr ernst nimmt. Damit liegen sie genau richtig“, so Schäfer.

Robuste wirtschaftliche Lage des Landes

Ihre Entscheidung begründen die Analysten von Standard & Poor’s auch mit einer im Vergleich zu früheren Zeiten sehr robusten wirtschaftlichen Lage des Landes. Das hohe Steueraufkommen und die hohe Steuerkraft, die Hessen seiner stark und vielseitig aufgestellten Wirtschaft zu verdanken hat, werden genutzt, um die Haushaltslage objektiv zu verbessern. Darüber hinaus würdigen die Analysten, dass das Land für zusätzliche Neueinstellungen bei Polizei und Justiz, im Kultusressort und in der Steuerverwaltung sowie für neu aufgelegte kommunale Investitions- und Entschuldungsprogramme wie etwa der HESSENKASSE nur die bestehenden finanziellen Spielräume nutzt, ohne den Haushaltsausgleich in Frage zu stellen.

Zudem hebt Standard & Poor’s folgende Einzelaspekte positiv hervor:

  • Hessen hat – neben dem Aufbau der Versorgungsrücklage – Rücklagen gebildet, die zur Sicherung der Haushaltsausgleiche in den Jahren ab 2020 beitragen, und für künftige konjunkturelle Herausforderungen vorgesorgt.
  • Hessen ist mit seinen jährlichen Geschäftsberichten Spitzenreiter in Deutschland, weist zukünftige Verpflichtungen transparent aus und kann dadurch frühzeitig Steuerungsmaßnahmen ergreifen.

„Wir geben jetzt nur das Geld aus, das wir haben. Wir sorgen für Jahre, in denen es vielleicht nicht so gut läuft, vor. Und wir legen schonungslos offen, welche Verpflichtungen wir bereits für die kommenden Jahrzehnte eingegangen sind. So sieht es aus, das Plus der hessischen Haushaltspolitik“, sagte Finanzminister Schäfer.

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