Start der Sanierungsmaßnahmen in der Wiesbadener Luisenstraße 7

09.10.2018Hessisches Ministerium der Finanzen

Justiz nutzt historisches Ensemble weiter. Investition liegt bei ca. 7 Millionen Euro.

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Hessens Justizministerin Eva Kühne-Hörmann und Finanzminister Dr. Thomas Schäfer freuen sich über den Start der Sanierungsarbeiten in der Wiesbadener Luisenstraße 7.
Hessens Justizministerin Eva Kühne-Hörmann und Finanzminister Dr. Thomas Schäfer freuen sich über den Start der Sanierungsarbeiten in der Wiesbadener Luisenstraße 7.
© HMdF

Justizministerin Eva Kühne-Hörmann und Finanzminister Dr. Thomas Schäfer gaben heute den Startschuss für die Grundsanierung des historischen Gebäudes der Luisenstraße 7 in Wiesbaden. Das seit dem Jahr 2011 leer stehende Gebäude ist Teil eines historischen Ensembles in zentraler Lage in Wiesbaden. Die Sanierungsarbeiten finden deshalb unter Beteiligung des Denkmalschutzes statt. Um den Baubeginn zu verdeutlichen, wurde am Objekt ein rund 50 m² großes Motivplakat enthüllt, welches die künftige Fassade für die Bürgerinnen und Bürger bereits mit Baubeginn sichtbar macht.

„Wir haben in den letzten Jahren das größte Justizaufbauprogramm der letzten Jahrzehnte eingeleitet. Dazu gehören nicht nur über 500 neue Stellen für die gesamte Justiz, sondern zahlreiche große Investitionen in Justizstandorte. So wurde zum Beispiel die Sanierung der JVA Kassel I für über 100 Millionen Euro auf den Weg gebracht sowie Investitionen in Höhe von 130 Millionen Euro zur Sanierung der Justizinfrastruktur der Frankfurter Konstabler Wache bereit gestellt. Darüber hinaus wurden zahlreiche kleinere und mittelgroße Sanierungen und Neubaumaßnahmen, wie zum Beispiel das Justizzentrum in der Kasseler Goethestraße für rund 19 Millionen Euro oder die Kampfmittelräumung des Schwalmstädter Wallgrabens für rund 15,5 Millionen Euro umgesetzt und dadurch die Justizinfrastruktur nachhaltig gestärkt. Das Objekt in der Wiesbadener Luisenstraße ist von diesen vielen Projekten ein besonderes Schmuckstück. Ich freue mich ganz besonders, dass wir diese wunderschöne Immobilie in Nachbarschaft zum Justizministerium nicht nur sanieren, sondern darüber hinaus auch für die Justiz weiter nutzen werden“, so Eva Kühne-Hörmann.

Finanzminister Dr. Thomas Schäfer ergänzte: „Vom hässlichen Entlein zum schönen Schwan: Diese Entwicklung kann das Haus in der Luisenstraße 7 nun endlich nehmen. Wir müssen nicht drum herum reden: Seit Jahren gibt das hinter einem Gerüst versteckte Haus keinen guten Eindruck ab. Aber die denkmalgerechte Sanierung eines Kleinods vorzubereiten und einen Nutzer zu finden, der die notwendigen Sicherheitsinteressen des angrenzenden Justizministeriums berücksichtigt, dauern manchmal länger als uns allen lieb ist. Umso schöner, dass es nun losgeht. Wir werden an zentraler Stelle unserer Landeshauptstadt einen Schatz wieder zum Leuchten bringen. Da die künftigen Mieter wichtige Institutionen aller Länder und des Bundes sind, wird diese Visitenkarte der hessischen Justiz über Wiesbaden hinaus Eindruck machen – mit modernen Arbeitsbedingungen in historischem Ambiente.“

„Nach der Sanierung werden in dieses Objekt im Frühjahr 2020 die Kriminologische Zentralstelle (KrimZ) und die Nationale Stelle zur Verhütung von Folter einziehen. Dann ist hier auf einer Fläche von 520 m² Platz für 18 Büros, Besprechungsräume und einer Bibliothek für 28.000 Bücher und 2.100 Zeitschriftenbände. Das eingesetzte Personal wird zudem modernste Arbeitsbedingungen vorfinden“, erläuterte die Justizministerin.

Ganz uneigennützig ist die Nutzung der Plakatfläche aber dann doch nicht. „Sowohl die Justiz als auch die Finanzämter suchen landesweit qualifizierten und motivierten Nachwuchs. Die tolle Werbefläche gegenüber der Bushaltestelle Wiesbaden/Wilhelmstraße nutzen wir deshalb auch für die Nachwuchsgewinnung. Neben der Darstellung der künftigen Fassade werben wir auch für eine Tätigkeit in der Justiz oder im Bereich Finanzverwaltung. Interessierte können sich dann direkt über die kostenlosen Telefonnummern weiter über die Arbeitsmöglichkeiten in der Finanzverwaltung und in der Justiz informieren“, so Eva Kühne-Hörmann und Dr. Thomas Schäfer.

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