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Bildarchiv von internationalem Rang erhält neuen Forschungsbau:

Spatenstich für zwei Neubauten der Philipps-Universität am Campus Firmanei

08.11.2019Hessisches Ministerium der Finanzen

Hessens Wissenschaftsministerin Angela Dorn und Finanzminister Dr. Thomas Schäfer setzen mit Universitätspräsidentin Professor Dr. Katharina Krause den ersten Spatenstich.

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Spatenstich für den Forschungsbau Deutsches Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte - Bildarchiv Foto Marburg (DDK) und ein Seminargebäude der Philipps-Universität Marburg.
Spatenstich für den Forschungsbau Deutsches Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte - Bildarchiv Foto Marburg (DDK) und ein Seminargebäude der Philipps-Universität Marburg.
© Christian Stein / Foto Marburg

Marburg. An der Schnittstelle zwischen Altem Botanischem Garten, historischer Altstadt und dem Forschungszentrum Deutscher Sprachatlas entstehen bis Ende 2021 zwei Neubauten der Philipps-Universität Marburg: der Forschungsbau des Deutschen Dokumentationszentrums – Bildarchiv Foto Marburg (DDK) und ein angrenzendes Seminargebäude. Wissenschaftsministerin Angela Dorn hat heute gemeinsam mit Finanzminister Dr. Thomas Schäfer und Prof. Dr. Katharina Krause, Präsidentin der Philipps-Universität Marburg, den ersten Spatenstich gesetzt.

Wissenschaftsministerin Angela Dorn: „Ich freue mich, dass an diesem zentralen Standort in Marburg der Baubeginn für gleich zwei wichtige Neubauvorhaben der Philipps-Universität erfolgen kann. Das ist zum einen der Neubau des Forschungszentrums Deutsches Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte – Bildarchiv Foto Marburg. Schon jetzt gehört das Bildarchiv zu den weltweit größten und einflussreichsten Zentren der kunsthistorischen Dokumentation und Wissensforschung mit einer Sammlung von mehr als 2,2 Millionen Fotos. Darüber hinaus wollen wir dem starken Studierendenzuwachs in den Wirtschafts- und Geisteswissenschaften gerecht werden. Daher errichtet die Universität neben dem Forschungsbau ein neues Seminargebäude mit acht Seminarräumen und neuestem technischen Equipment für größtmögliche Flexibilität in der Lehre. Der Neubau trägt außerdem dazu bei, dass das benachbarte zentrale Hörsaalgebäude entlasten wird. Ich wünsche allen am Bau Beteiligten gutes Gelingen.“

Finanzminister Dr. Thomas Schäfer: „Mit der Errichtung des Forschungsneubaus sowie des neuen Seminargebäudes wird der Campus Firmanei komplettiert. Ich bin gespannt, wie sich beide Gebäude in die Umgebung einfügen werden und freue mich, dass mit dem Bildarchiv eine höchst bedeutsame kunsthistorische Institution neu an diesem Standort angesiedelt wird. Mit dem Neubau kann das Bildarchiv nicht nur auf die Zukunft ausgerichtete Dokumentation betreiben, sondern seine Leit- und Vorbildfunktion als weit gesehenes Leuchtturmprojekt in der Forschung und Bereitstellung digitaler Forschungsinfrastruktur ausbauen. Durch das neue Seminargebäude entstehen zudem weitere Räume, die keine Wünsche an einen modernen Lehrbetrieb offen lassen. Toi, toi, toi allen, die sich bei diesem Bauprojekt einbringen!“

Der Auftrag des Bildarchivs umfasst die Sammlung, Erschließung und Vermittlung von Fotografien zur europäischen Kunst und Architektur sowie die Erforschung der Geschichte, Praxis und Theorie der Überlieferung von visuellem Kulturgut, insbesondere die Erkundung der damit verbundenen medialen Transformationsprozesse, der Bedingungen des Speicherns von Wissen in visueller Form, der Bedeutung der Erinnerung visueller Kultur in der Gesellschaft.

Die beiden Neubauten wurden vom Berliner Büro Dichter Architektur geplant, das 2016 den Architekturwettbewerb gewonnen hat. Der Entwurf fasst die beiden in Nutzung und Größe sehr unterschiedlichen Gebäude zu einem Ensemble zusammen. Der Forschungsbau bietet auf vier Etagen rund 2.500 Quadratmeter Nutzfläche, allein 821 Quadratmeter sind für Archive vorgesehen. Das Seminargebäude umfasst acht große Seminarräume für jeweils 60 bis 100 Personen.

Das Land Hessen konnte nach erfolgreicher Begutachtung durch den Wissenschaftsrat eine Bundesförderung in Höhe von rund 9,4 Millionen Euro für den Forschungsneubau einwerben. Die Gesamtkosten für das neue Gebäude belaufen sich auf rund 20 Millionen Euro und werden zur anderen Hälfte vom Land getragen. Die Kosten des Seminargebäudes von rund 8,7 Millionen Euro werden durch die dritte Phase des Programms Hochschulpakt 2020 finanziert. Mit der Baudurchführung für beide Gebäude ist der Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen (LBIH) beauftragt.

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