Richtfest für neues Finanzamt in Lauterbach

20.01.2020Hessisches Ministerium der Finanzen

Finanzstaatssekretär Dr. Worms: „Wir bringen Arbeit zu den Menschen im Vogelsbergkreis – deshalb bekommt das Finanzamt Lauterbach Zuwachs.“

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Hessens Finanzstaatssekretär Dr. Martin Worms spricht ein Grußwort.
Hessens Finanzstaatssekretär Dr. Martin Worms freut sich über den Baufortschritt des neuen Finanzamts in Lauterbach.
© HMdF

Arbeit in die Heimat und zu den Menschen bringen: Das ist das Ziel der Reform der Hessischen Steuerverwaltung, die von Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer initiiert wurde. Davon profitiert auch der Vogelsbergkreis: „Wir siedeln 100 zusätzliche Arbeitsplätze in Lauterbach an. In der dortigen Verwaltungsstelle des Finanzamts Alsfeld-Lauterbach entsteht die neue Hessische Zentralstelle für Grunderwerbsteuer (HZG). Deshalb bekommt das Finanzamt Lauterbach Zuwachs“, sagte Hessens Finanzstaatssekretär Dr. Martin Worms anlässlich der Fertigstellung des Rohbaus des neuen Dienstgebäudes. Gemeinsam mit dem Landrat des Vogelsbergkreises, Manfred Görig, Lauterbachs Bürgermeister Rainer-Hans Vollmöller und weiteren Ehrengästen feierte er heute das Richtfest für den Neubau.

„Das Land möchte ein attraktiver Arbeitgeber sein, der seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auch jenseits der Ballungszentren langfristige Perspektiven eröffnet. Durch die neu in Lauterbach entstehenden Arbeitsplätze können viele Kolleginnen und Kollegen, die bislang weite Anfahrtswege hatten, nun heimatnah arbeiten. Eine moderne Unterbringung trägt ferner dazu bei, dass unsere Beschäftigten morgens gerne zur Arbeit kommen und dadurch den Bürgerinnen und Bürgern den bestmöglichen Service bieten können“, ergänzte Worms. Insgesamt werden fast 1.000 Arbeitsplätze durch die Strukturreform der Steuerverwaltung im ländlichen Raum angesiedelt. „Das große Interesse unserer Beschäftigten an diesen heimatnahen Arbeitsplätzen ist die denkbar schönste Bestätigung für unser Konzept“, betonte der Finanzstaatssekretär.

Bislang ist das Finanzamt in Lauterbach auf fünf Standorte verteilt, die nicht mehr heutigen Anforderungen genügen. „Im Neubau werden wir künftig insgesamt rund 160 Arbeitsplätze unter einem Dach vereinen. Außerdem bietet er die Chance, noch effizienter zusammenzuarbeiten und als Team am neuen Standort noch stärker zusammenzuwachsen“, so der Staatssekretär weiter.  Umso mehr freue er sich, den ersten Finanzamtsneubau in Hessen seit mehr als zehn Jahren auf der Zielgeraden zu sehen und die Fortschritte des Bauprojekts zu feiern. „Seit dem Spatenstich im April 2019 haben alle am Bau Beteiligten Immenses geleistet, sodass wir nun im Zeitplan liegen. Deshalb mein herzlicher Dank an alle, die sich engagiert einbringen, damit das Finanzamt Alsfeld-Lauterbach pünktlich im Herbst dieses Jahres das neue Haus beziehen kann“, hob Worms hervor. Das Land zieht als Mieter in den Neubau ein, der durch den Investor Werner Projektentwicklung erstellt wird. Das Gebäude umfasst Büro- und Archivflächen von insgesamt rund 5.000 m².

Von einem „guten Beispiel“, wie Förderung des ländlichen Raums konkret aussehen kann, sprach der Landrat des Vogelsbergkreises, Manfred Görig: „Hier werden die Arbeitsplätze in die Region verlagert.“ Diesen Aspekt müsse gerade auch öffentliche Verwaltung aufgreifen und vorangehen. Als Standort biete sich der Vogelsberg geradezu an: „Unser Kreis ist eine attraktive Region für Wohnen und Arbeiten.“

„Von daher hoffe ich“, betonte der Landrat, „dass auch andere hessische Ministerien und Einrichtungen dem Beispiel des Finanzministers folgen und Arbeitsplätze in der Region ansiedeln. Der ländliche Raum als attraktiver Wirtschaftsstandort muss weiter gestärkt werden, wir setzen dabei auch auf die Unterstützung der Landesregierung.“

Lauterbachs Bürgermeister Rainer-Hans Vollmöller sagte: „Ich freue mich, dass mit dem Richtfest für das Finanzamt Alsfeld-Lauterbach hier in unserer schönen Stadt für die Öffentlichkeit deutlich zum Ausdruck kommt, dass diese für die Region und Lauterbach wichtige Baumaßnahme zügig und zeitnah umgesetzt wird. Mit der Idee und der Planung ist der Beginn sozusagen der erste Schritt eines Projekts festgelegt. Der Baubeginn bedeutet dann aber den wahren Willen eine solch große und bedeutende Investitionsmaßnahme auch umsetzen zu wollen. Für diese klare Haltung des Landes Hessen und dem wesentlichen Engagement von Herrn Finanzminister, Herrn Dr. Thomas Schäfer, sage ich für die Gremien der Kreisstadt Lauterbach ein herzliches Dankeschön. Gerade weil es wichtig ist qualifizierte Arbeitsplätze aus den großen Ballungszentren in die ländlichen Regionen zu verlagern. Dieser, aus meiner Sicht, faire Interessensausgleich gibt den Menschen im Vogelsberg und damit insbesondere auch in Lauterbach ein weiteres sichtbares Zeichen für gute Zukunftsperspektiven. Ich gratuliere herzlichst zum Richtfest und sage gleichfalls ein Dankeschön allen am Bau beteiligten Unternehmen und Handwerkern für ihre gute und solide Arbeit. Gleichzeitig wünsche ich schon jetzt einen erfolgreichen Weiterbau und Abschluss.“

Der Direktor des LBIH, Thomas Platte, erklärte: „Der erste Neubau für ein Finanzamt in Hessen seit über 10 Jahren liegt voll im Zeitplan. Wenn die rund 160 Beschäftigten der Steuerverwaltung in Lauterbach einziehen, können sie sich auf ein zeitgemäßes Gebäude mit modernen Arbeitsplätzen freuen. Besonders bedanken möchte ich mich bei allen Beteiligten für die gute und kollegiale Zusammenarbeit, die zum Gelingen der Baumaßnahme beiträgt.“

„Es freut uns natürlich sehr, dass wir als Unternehmen aus der Region an einem solchen Projekt teilhaben dürfen. Umso mehr freut es uns, dass auch die beteiligten Handwerksfirmen aus der Region stammen und damit schon die Arbeiten zum Bau des neuen Finanzamtes dazu beitragen, den ländlichen Raum zu stärken. Dass die Osthessen noch tolle Handwerksfirmen haben, haben sie hier schon unter Beweis gestellt, daran wird sich auch bis zum Ende der Bauzeit nichts ändern“, sagte Klaus Diegelmann, Geschäftsführer der den Bau errichtenden Werner Projektentwicklung GmbH.

Der entstehende Neubau untergliedert sich in zwei Gebäudeteile, die durch einen doppelgeschossigen, barrierefreien Eingangs- und Foyerbereich miteinander verbunden sind. Das neue Dienstgebäude erfüllt die Energieeinsparverordnung 2014 und wird mit einer kostengünstigen und nachhaltigen Pelletheizung ausgestattet. Die umweltfreundliche Mobilität der Beschäftigten wird durch vier Ladestellen für Elektroautos sowie einen gesicherten Abstellraum mit Lademöglichkeiten für E-Bikes gefördert.

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Ralph-Nicolas Pietzonka
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