Universelles Design

Hessischer Staatspreis 2020

18.11.2020Hessisches Ministerium der Finanzen

Hessens Finanzminister Michael Boddenberg, Digitalministerin Professorin Dr. Kristina Sinemus und Sozialminister Kai Klose würdigen die Preisträgerinnen und Preisträger.

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leuchtende Glühlampe auf schwarzer Tafel stößt weitere nicht-leuchtende Glühlampe an
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Die Gewinnerinnen und Gewinner des Hessischen Staatspreises für Universelles Design 2020 stehen fest: Der Wettbewerb wendet sich auf Landesebene an Unternehmen, Agenturen, Architekten, Designer und Institutionen, die das Thema auf besondere Weise fördern. Darüber hinaus wird ein Förderpreis vergeben, der sich an Studierende und Absolventen bundesweiter Hochschulen richtet. Der Staatspreis wird alle zwei Jahre gemeinsam vom Hessischen Ministerium der Finanzen, dem Hessischen Ministerium für Soziales und Integration und der Hessischen Ministerin für Digitale Strategie und Entwicklung verliehen. Schirmherr des Wettbewerbs ist Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier. In diesem Jahr wurden insgesamt 254 Projekte eingereicht – so viele wie nie zuvor in der Geschichte des Staatspreises. Die Preisträgerinnen und Preisträger sowie ihre Projekte werden unter https://universellesdesign.de präsentiert.

Stück für Stück barrierefreier

Hessens Finanzminister Michael Boddenberg erklärte: „Jetzt, da durch die Corona-Pandemie viele von uns im Alltag physisch voneinander getrennt sind, ist es besonders wichtig, die Barrierefreiheit miteinzubeziehen, wenn wir über die Entwicklung und Gestaltung von Produkten und Technologien nachdenken.“ Er dankte allen Bewerberinnen und Bewerbern des Jahres 2020. „Ihr Optimismus und Ideenreichtum bringt genau die Produkte und Dienstleistungen hervor, die den Abbau von Hindernissen erst ermöglichen. Mit Ihrer Arbeit tragen Sie dazu bei, dass unser Land Stück für Stück barrierefreier wird“, so Boddenberg, der auch dem Rat für Formgebung für die Organisation und Durchführung des Wettbewerbs dankte.

„Gutes Design ist von allen Menschen nutzbar. Dabei sollte es keine Rolle spielen, ob sie körperlich oder mental gehandicapt sind, jung oder alt sind und woher sie stammen“, sagte der Hessische Minister für Soziales und Integration, Kai Klose. Klose lobte die Vielfalt, Qualität und Kreativität der Produkte: „Unsere Gesellschaft ist zunehmend von Vielfalt geprägt, von Menschen mit unterschiedlichen Bedarfen und Fähigkeiten.  Ihre Produkte bauen existierende Hürden und Barrieren ab und ermöglichen die Teilhabe am Leben.“

 „Als Digitalministerin freue ich mich ganz besonders, in diesem Jahr mit einer eigenen Preiskategorie beim Hessischen Staatspreis für Universelles Design vertreten zu sein und damit ein Zeichen insbesondere in der digitalen Welt zu setzen. Die digitale Erweiterung des Staatspreises passt in diese Zeiten besser denn je. Brücken bauen und alle Menschen einbinden: das ist gerade im Digitalen von hoher Bedeutung. Die drei Preisträger in der Kategorie ‚Nachwuchs - Digitales‘ bauen mit ihren Projekten Barrieren ab, eröffnen neue Möglichkeiten und bringen Digitalisierung so zum Einsatz, dass sie dem Menschen nutzt“, so Hessens Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus.

Vielfältige Auszeichnungen

Bei den Einreichungen der Unternehmen überzeugte das Wohngebäude OEKOGENO-SWH eg der OEKOGENO Genossenschaft. Über Anerkennungen durfte sich iO interdisziplinäre Objekte für die persönliche Schutzausrüstung CLEARTECT sowie die Hofgemeinschaft für heilende Arbeit e.V. Gemeinschaft in Kehna für das CI des ZAMADI Kaffees freuen.

Im dotierten Nachwuchssegment wurden dieses Jahr zum ersten Mal gesondert Auszeichnungen im Bereich „Digital“ vergeben. Folgende Studierende dürfen sich über eine Auszeichnung freuen: Der erste Preis geht an den Studierenden Adrian Wegener von der Hochschule Trier. Der zweite Preis geht an Leonie Schäffer von der Fachhochschule Münster. Über den dritten Preis freuen sich Aaron Schwerdtfeger und Paul Nelson Morat von der Fachhochschule Potsdam.

Die weiteren Auszeichnungen im Bereich Nachwuchs: Der erste Preis geht an die Studentin Anna Koppmann von der Universität der Künste Berlin. Der zweite Preis geht an Daniel Rauch, Student an der Folkwang Universität der Künste. Cong Hieu Vu von der University of Applied Sciences in Berlin freut sich über den dritten Preis. Anerkennungen gehen an Patrick Palčić (Universität der Künste Berlin), Amir Reza Ameli (Otto von Guericke Universität Magdeburg), Sandra Kickstein (Hochschule Pforzheim), Gina Hartig (Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle) und Helena Kiefer (Hochschule Darmstadt).

Zukunftsweisende Projekte in allen Bereichen der Alltagskultur

Demografischer Wandel, Teilhabe von Menschen mit Behinderung, Zuwanderung, Mobilität, Aufmerksamkeit für soziale Innovationen, Generationenvielfalt, digitaler Wandel – die Liste der gesellschaftlichen und technologiegetriebenen Herausforderungen ist lang. Deshalb sind innovative Konzepte gefragt, die inklusive, flexible, platz- und ressourcensparende Lösungen bieten. Auch dieses Jahr prämierte der Hessische Staatspreis für Universelles Design zukunftsweisende Projekte in allen Bereichen der Alltagskultur. Die Arbeiten der Preisträgerinnen und Preisträger werden in einer digitalen Ausstellung anlässlich der Messe Hypermotion in Frankfurt am Main gezeigt.

Hintergrund

Universelles Design - was ist das eigentlich? Der Begriff wird im Hinblick auf die Gestaltung von Produkten, Umfeldern, Programmen und Dienstleistungen verwendet. Laut der Charta der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderung kann universelles Design „von allen Menschen im größtmöglichen Umfang genutzt werden […], ohne dass eine Anpassung oder ein spezielles Design erforderlich ist.“

Unternehmen Preis - OEKOGENO-SWH eG
  • Unternehmen Preis - OEKOGENO-SWH eG
  • Unternehmen: Anerkennung – CLEARTECT
  • Unternehmen: Anerkennung – ZAMDI Kaffee
Hessischer Staatspreis für Universelles Design 2020

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Pressesprecher: 
Ralph-Nicolas Pietzonka
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