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Altersvorsorge

Hessen und Verbraucherschützer fordern Alternative zur Riesterrente

15.11.2019Hessisches Ministerium der Finanzen

Finanzminister Dr. Thomas Schäfer: Deutschland muss sich bei der zusätzlichen Altersvorsorge dringend neu aufstellen. Politik muss jetzt handeln! Klaus Müller (Verbraucherzentrale Bundesverband): Reformstau kostet Verbraucher viel Geld!

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Zu sehen sind Klaus Müller vom Verbraucherzentrale Bundesverband und Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer.
Zu sehen sind (v.l.n.r.): Klaus Müller vom Verbraucherzentrale Bundesverband und Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer.
© Gert Baumbach - vzbv

Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer und Klaus Müller, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands, fordern den zügigen Aufbau einer Alternative zu den heutigen Riester-Produkten. Einzahlen sollen automatisch alle Beschäftigten, die nicht explizit widersprechen. Die öffentliche Hand soll das Produkt organisieren, angelegt wird vor allem am Kapitalmarkt. Für die beiden erarbeiteten Konzepte, die Extrarente und die Deutschland-Rente, warben vzbv und das Hessische Finanzministerium nun erneut auf einer gemeinsamen Fachveranstaltung in Berlin.

Dr. Thomas Schäfer: Deutschland muss sich bei der zusätzlichen Altersvorsorge dringend neu aufstellen. Angesichts des demografischen Wandels stößt die gesetzliche Rente als alleinige Lebensstandardsicherung an ihre Grenzen. Ohne eine ergänzende kapitalgedeckte Altersvorsorge wird es nicht gehen. Fakt ist aber auch: Zusätzliche Altersvorsorge ist in Deutschland bislang kein Erfolgsmodell. Die Komplexität des Themas, aber auch etwa intransparente und teure Altersvorsorgeprodukte sind hierfür einige der Gründe. Deshalb muss die Politik jetzt handeln und die Rente zukunftsfest machen! Hessen hat bereits vor einiger Zeit mit der Deutschland-Rente einen eigenen Vorschlag präsentiert. Die Deutschland-Rente ist einfach, günstig, renditestark und sicher: das Standardprodukt für jedermann. Von der Deutschland-Rente würden gerade auch die Bürgerinnen und Bürger profitieren, die nur über ein geringeres Einkommen verfügen. Ich hoffe, dass die von Hessen aus angestoßene Diskussion um ein staatlich organisiertes Standardprodukt der privaten Altersvorsorge nun nicht nur weiter Fahrt aufnimmt, sondern in Berlin auch zu konkreten Ergebnissen führt. Es ist zwar löblich, dass im Koalitionsvertrag auf Bundesebene die Einführung eines Standardproduktes zur Altersvorsorge geplant ist. Daraus müssen nun endlich aber auch Taten folgen. Unsere Vorschläge liegen auf dem Tisch!“ 

Klaus Müller: „Das Experiment, die zusätzliche Altersvorsorge in die Hände der Versicherungswirtschaft zu übergeben, ist gescheitert. Die Verbraucher leiden unter teuren, unübersichtlichen und ineffizienten Produkten. Wir brauchen endlich ein öffentlich-rechtlich organisiertes Standardprodukt, das ohne unnötige Kosten und Vermittlungsprovisionen auskommt, leicht verständlich ist und durch langfristige Anlagen am Kapitalmarkt gute Renditen abwirft. Andere Länder wie Großbritannien und Schweden zeigen, dass so ein Modell funktioniert.“ 

Weitere Informationen zur Deutschland-Rente finden Sie auf deutschlandrente.hessen.de

Weitere Informationen zur Extrarente finden Sie unter https://www.vzbv.de/pressemitteilung/vzbv-stellt-extrarente-vor

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