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Interkommunale Zusammenarbeit

Finanzminister Dr. Schäfer und Staatssekretär Dr. Heck: „Neue starke Partner für die Holzwirtschaft“

18.12.2019Hessisches Ministerium der Finanzen

Land fördert Interkommunale Zusammenarbeit im Landkreis Marburg-Biedenkopf erneut mit 100.000 Euro. Kommunen im Kreis erhielten seit 2009 bereits rd. 1,5 Millionen Euro für gemeinsame Projekte.

Wiesbaden. Dr. Stefan Heck, Staatssekretär im Hessischen Ministerium des Innern und für Sport, und Finanzminister Dr. Thomas Schäfer haben gemeinsam die Stadt Biedenkopf besucht und dem Magistrat einen Bescheid zur Förderung der Interkommunalen Zusammenarbeit (IKZ) zwischen den Gemeinden Angelburg, Bad Endbach, Breidenbach, Steffenberg sowie der Städte Biedenkopf und Gladenbach in Höhe von 100.000 Euro übergeben. Gemeinsam möchten die Kommunen die Holzvermarktung in den Gemeinden effizienter gestalten.

„Interkommunale Zusammenarbeit schafft Synergieeffekte und ist Ausdruck eines verantwortungsbewussten Umgangs mit personellen und finanziellen Ressourcen. Durch Kooperationen können Gemeinden und Kommunen ihre Verwaltungsarbeit bündeln und damit wesentlich effizienter gestalten. Das spart Kosten und erhöht den regionalen Zusammenhalt. Durch die gemeinsame Holzvermarktung rechnen die Stadt Biedenkopf und die beteiligten Kommunen mit jährlichen Mehreinnahmen von mehr als 100.000 Euro. Dies wird vor allem durch eine effizientere Personalnutzung sowie durch geringe Kosten bei der Unterhaltung des Fuhrparks sowie der Softwarepflege erreicht. Ich wünsche den beteiligten Gemeinden und Städten viel Erfolg und eine gute Zusammenarbeit bei der bevorstehenden Unternehmung“, sagte Staatssekretär Dr. Stefan Heck. Im Rahmen der Zusammenarbeit wird die Stadt Biedenkopf als größter Waldbesitzer mit dem höchsten Holzeinschlag das notwendige Personal, die entsprechenden Räumlichkeiten und das erforderliche Equipment bereitstellen.

Durch die neuen Vorgaben des Bundeskartellamtes wurde die Holzvermarktung in Hessen zum 1. Januar 2019 neu geregelt. Kommunal- und Privatwaldbesitzer, die mehr als 100 Hektar besitzen, müssen danach eigene Holzvermarktungsorganisationen gründen. Neuorganisationen, die eine Mindestfläche von 10.000 Hektar aufweisen, werden von der Hessischen Landesregierung durch die sogenannte Förderung von Holzvermarktungsorganisationen in Hessen (HVO-Richtlinie) finanziell unterstützt. Kommunen, die diese Schwelle nicht erreichen, sich aber trotzdem für eine gemeinsame Holzvermarktung entscheiden, können nach der IKZ-Rahmenvereinbarung gefördert werden.

„Die Erträge der Interkommunalen Zusammenarbeit rund um Biedenkopf gehen ohne Umwege an die beteiligten Partner und machen sich somit direkt im kommunalen Geldbeutel bemerkbar. Ich freue mich, dass es sich bei dieser Kooperation in meiner Heimatregion um den ersten Fall einer IKZ-Förderung im Bereich der neuaufgestellten hessischen Holzvermarktung handelt.   Dies ist ein tolles Projekt mit Vorbildcharakter“, sagte Finanzminister Dr. Thomas Schäfer, der zudem berichtete: „In den vergangenen 10 Jahren sind für zahlreiche Projekte im Rahmen der IKZ rund 1,5 Millionen Euro an Kommunen im Landkreis Marburg-Biedenkopf geflossen. Von der Jugendpflege, bis hin zu einer verbesserten Arbeit der Feuerwehren: Letztendlich sind es die Bürgerinnen und Bürger, die ganz konkret von den cleveren Ideen vor Ort und den guten Rahmenbedingungen, die die Landesregierung auch im Bereich der IKZ bietet, profitieren. Daran dürfen sich gerne noch viele Kommunen in Hessen ein gutes Beispiel nehmen.“

Die beteiligten Gemeinden möchten mit der Zusammenarbeit neue Vermarktungs- und Lieferaufträge akquirieren und sich durch hohe Standards bei der Holzverarbeitung als starker neuer Partner der regionalen und überregionalen Holzwirtschaft etablieren.  Die Hessische Landesregierung fördert und unterstützt seit mittlerweile zehn Jahren freiwillige interkommunale Kooperationen. Seit 2008 wurden insgesamt rund 320 kommunale Kooperationen gefördert. Dabei wurde eine Gesamtsumme von mehr als 22 Millionen Euro in unterschiedlichste Projekte investiert und die hessischen Kommunen in ihrem Streben nach freiwilliger Zusammenarbeit unterstützt.

Das Kommunale Beratungszentrum – Partner der Kommunen berät hessische Kommunen zu allen strategischen und inhaltlichen Fragen rund um die interkommunale Zusammenarbeit (IKZ): www.ikz-hessen.de.

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Pressesprecher: 
Ralph-Nicolas Pietzonka
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