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3. Februar 2016

Finanzminister Dr. Thomas Schäfer zur geplanten Begrenzung von Bargeldzahlungen

„Bargeld ist persönliche Freiheit. Diese Freiheit sollten wir uns erhalten. Ich möchte nicht, dass meine Bank weiß, bei wem ich samstags meine Brötchen kaufe. Bargeld gehört in Deutschland zur Kultur – und das ohne böse Hintergedanken wie Geldwäsche und Terrorfinanzierung. Deshalb halte ich auch von Bargeld-Obergrenzen wenig. Gerade älteren Menschen ist Bares oftmals vertrauter als online banking oder die Kreditkarte.

Natürlich müssen wir Steuerhinterziehung, Geldwäsche und Terrorfinanzierung konsequent bekämpfen. Eine Bargeld-Obergrenze zu fordern gehört für mich aber in die Abteilung Symbolpolitik. Der internationale Terrorismus hat leider ganz andere Möglichkeiten sich zu finanzieren. Und die tägliche Steuerhinterziehung kommt mit viel kleineren Summen aus, die die Gesellschaft aber in Summe teuer zu stehen kommt. Das ganz praktische Problem ist doch, wenn durch manipulierte Mogelkassen in Gastronomie oder Einzelhandel am Fiskus vorbeigewirtschaftet wird. Dem Staat entgehen so bis zu 10 Milliarden Euro jedes Jahr. Hier müssen wir handeln, verbindliche Standards für manipulationssichere Ladenkassen vorschreiben. Dann soll auch weiter das Bargeld in den Kassen klimpern.“

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