Produkthaushalt

Kontraktmanagement

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Grafik zum Kontraktmanagement
© HMdF / Staatskanzlei 2005

Das verwaltungsinterne Steuerungsinstrument

Über das so genannte Kontraktmanagement werden Ziele verbindlich vereinbart und der Haushaltsvollzug geregelt.

Kontrakte sind schriftliche Zielvereinbarungen über die zu erbringenden Leistungen und dafür verfügbaren Ressourcen in einem festgelegten Zeitraum (= Haushaltsjahr) zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer. Sie sind keine zivilrechtlichen oder öffentlich-rechtlichen Verträge und daher nicht einklagbar. Sie beruhen auf dem Einhaltungswillen der Kontraktpartner und werden verwaltungsintern, d.h. nicht zwischen Landesregierung und Parlament, abgeschlossen.

Kontrakte enthalten folgende Regelbestandteile:

  • Angaben über die zu erstellenden Leistungen, Produkte und/ oder Projekte nach Qualität und Quantität sowie die zu erzielende Wirkung (Leistungsziele)
  • Vereinbartes Budget zur Leistungserstellung (Finanzziele)
  • Festlegung des Inhalts und der Art der Berichterstattung (Berichterstattungsziele)

Bei der Budgetplanung wird beginnend bei der einzelnen Kostenstelle das Budget auf der Grundlage der von der Verwaltung angebotenen Leistungen entsprechend der Organisationsstruktur "heraufgeplant".

Das Kontraktmanagement beschäftigt sich also mit der Frage, wie das vom Parlament beschlossene Budget für das "eingekaufte" Produkt der Verwaltung von der Ressortleitung hinunter zur ausführenden Fachverwaltung bzw. Kostenstelle gelangt. Die Kontrakte stehen damit spiegelbildlich zum Prozess der Budgetplanung.

Die abgeschlossenen Kontrakte bilden den formalen Rahmen für die Verwirklichung der gesteckten Ziele mit den zur Verfügung gestellten Mitteln.