Pilotprojekt

Ämter für Bodenmanagement

Bodenmanagement Standort Limburg

Außenansicht des Amts für Bodenmanagement in Limburg.
Eines der neuen Ämter für Bodenmanagement - hier der Standort Limburg - die erfolgreich als PPP-Projekte realisiert wurden.
© HMdF

Die Kataster- und Flurbereinigungsbehörden sowie die Grundbuchämter wurden, wie im Regierungsprogramm angekündigt, institutionell, funktionell und datentechnisch zu „Bodenmanagementbehörden“ zusammengeführt und deren Behördenstandorte neu geordnet.

Ausgangspunkt für diese Zielsetzung war, dass das Liegenschaftskataster und das Grundbuch heute noch nebeneinander als zwei autarke Grundstücksregister mit erheblicher Redundanz und nach gänzlich unterschiedlichen technischen Konzepten geführt werden.
Dadurch sind in Bezug auf Effizienz und Wertschöpfung des Gesamtsystems erhebliche Defizite vorgezeichnet. Dazu werden die Kataster- und Flurbereinigungsbehörden, bisher als Hauptabteilungen bei den Landräten und Oberbürgermeistern als Behörden der Landesverwaltung organisiert, aus diesen Behörden ausgegliedert und mit dem Status staatlicher Sonderbehörden als neue Ämter für Bodenmanagement eingerichtet.
Neben der parallel betriebenen datentechnischen Integration von Grundbuch und Liegenschaftskataster in diesem Leuchtturmprojekt der Hessischen Landesregierung erfolgt mit der Restrukturierung der Kataster- und Flurneuordnungsbehörden jedoch nur der erste Schritt auf dem Weg zur Bildung der künftigen Bodenmanagementbehörden.
In einem zweiten Schritt sollen die Grundbuchämter, sobald über eine Öffnungsklausel im Bundesrecht die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen wurden, ebenfalls in die Bodenmanagementbehörden integriert werden.

Die bisherigen 57 Verwaltungseinheiten der Kataster- und Flurneuordnungsbehörden, aufgeteilt auf 45 Standorte, werden bei der Realisierung des 1. Reformschrittes als Ämter für Bodenmanagement an nur noch 7 Standorten mit 5 Außenstellen eingerichtet.
Der gesamte Flächenbedarf wird sich durch diese Maßnahme erheblich reduzieren lassen. In Limburg, Büdingen und Korbach wurden die Neubauten bereits errichtet und bezogen. In Heppenheim ist der Neubau eines Behördenzentrums für das Amt für Bodenmanagement und das Amt für Straßen- und Verkehrswesen in Planung.

Wegen der vergleichbaren Raumprogramme können diese Maßnahmen zusammengefasst werden. Dieses Vorgehen bietet den Vorteil, bei den Transaktionskosten Synergieeffekte zu erzielen.

Bei den Neubauten der Ämter für Bodenmanagement konnte der Mittelstand für die Bau- und Betriebsleistungen bei der Abwicklung des auf mehrere Standorte verteilten Projekts in großem Umfang beteiligt werden.

Die Fakten im Überblick:

  • Zusammenfassung der Kataster- und Flurbereinigungsbehörden sowie der
  • Grundbuchämter zu „Bodenmanagementbehörden“
  • Neuordnung der Behördenstandorte
  • Bisher: 57 Verwaltungseinheiten aufgeteilt auf 45 Standorte

Geplant: 7 Standorte mit 5 Außenstellen

Der Standort Limburg

Die Fakten:

  • zentraler Verwaltungsstandort im Büro- und Gewebegebiet am ICE-Bahnhof in Limburg
  • Beschäftigte: ca. 200 
  • NGF: rund 5.700 qm
  • Vertragsabschluss Oktober 2007
  • Gebäudeübergabe Dezember 2008
  • Investitionsvolumen (PPP) 13 Mio Euro
  • Effizienzvorteil 12 Prozent

Der Standort Korbach

Die Fakten:

  • Moderner, wirtschaftlicher Neubau in Systembauweise errichtet in unmittelbarer Nachbarschaft des Finanzamtes in Korbach
  • Zeitgemäßes Bürokonzept mit Kombibürozonen
  • Beschäftigte: ca. 95
  • NGF: rund 3.000 qm
  • Vertragsabschluss Oktober 2007
  • Gebäudeübergabe Oktober 2008
  • Investitionsvolumen (PPP) 6,5 Mio Euro
  • Effizienzvorteil 13 Prozent

Der Standort Büdingen

Die Fakten:

  • Neubauprojekt als Kooperationsprojekt zwischen dem Land Hessen und der Sparkasse Oberhessen in Büdingen
  • Beschäftigte: ca. 157
  • NGF: rund 3.600 qm
  • Vertragsabschluss Dezember 2007
  • Gebäudeübergabe März 2009
  • Investitionsvolumen (PPP) 12 Mio Euro
  • Effizienzvorteil 11 Prozent